2018/3 : Page 1


A la Carte October 11, 2018 00:00





In this issue of A la Carte : Es ist mittlerweile alles andere als selbstverständlich, dass ein Magazintitel den Dreißiger erlebt. A la Carte feiert Geburtstag! Das ist uns ein wenig Selbstbeweihräucherung wert.

Alter allein ist kein Leistungsbeweis. Trotzdem sei gesagt, dass wir sehr stolz darauf sind, dass das A la Carte-Magazin seinen 30. Geburtstag feiert. Im Herbst 1988 ist das Magazin erstmals erschienen. Grafik und Redaktion haben sich seither genauso weiterentwickelt wie die österreichische Gastronomiebranche und vor allem auch die heimische Medienlandschaft. Gutes Essen und Trinken sowie der Umgang mit qualitätsvollen Lebens- und Genussmitteln ist heute alles andere als ein
Randgruppenthema. Dass das so ist, haben wir nicht zuletzt all jenen Protagonisten zu verdanken, über die wir in jeder Ausgabe berichten. Leistungsträger wie das Steirereck, die Obauers und das Landhaus Bacher gab es, natürlich in veränderter Form, schon im A la Carte-Gründungsjahr, und sie waren auch schon damals an der Spitze der Restaurant-Charts zu finden.
1988, da lag der österreichische Weinskandal noch gar nicht so lange zurück. – Rückblickend erkennt man erst, was möglich ist, wenn nach einem absoluten Tiefpunkt ein kompletter Neuanfang gewagt wird. Österreichs Wein steht, auch international, wohl so gut wie noch nie da.
Die Marke A la Carte steht für die höchste Qualitätsstufe beim Thema Essen und Trinken.
A la Carte steht aber auch für unterhaltsame wie kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Alles wollen wir sein, nur nicht langweilig und kein wichtigtuerisches „Such das Haar in der Suppe“-Sonderkommando. Unseren Lesern schmeckt das A la Carte-Menü offenbar von Jahr zu Jahr besser. Das beweist neben persönlichen Gesprächen auch die kürzlich veröffentlichte Cawi-Print-Media-Analyse, die uns für 2018 270.000 Leser* bescheinigt. Der Aufwärtstrend in den letzten Jahren macht uns selbstverständlich besondere Freude: 2016 waren es noch 169.000, 2017 222.000.
Ab Seite 14 in diesem Heft finden Sie die Ergebnisse des Guide A la Carte 2019, der mittlerweile auch schon in der 28. Ausgabe vorliegt. Die Zahl der Topküchen mit hoher Bewertung steigt von Jahr zu Jahr. Die großen Namen der Branche haben einen deutlichen Hang zum Zweitlokal.
In ihrer sogenannten „Bistronomy“ servieren viele 5- und 4-Stern Betriebe ein etwas weniger aufwendig gemachtes Speisenprogramm zu vergleichsweise moderaten Preisen in lockerer Atmosphäre. Auf Seite 21 finden Sie erstmals die Gesamtwertung beider Lokaltypen.
Den Bistronomy-Trend sollte man aber nicht mit mancherorts existierenden Schnäppchenangeboten gleichsetzen. Es ist eine unselige Entwicklung, die nichts zum Guten wendet, wenn toll klingende Menüs zum Supersonderpreis angeboten werden. Wollen Sie für Ihr Geld wirklich langweilige dünne Wolfsbarschfilets aus dem Zuchtbecken, banal schmeckendes Hühnerfleisch mit anonymer Herkunft und Beilagen, die dank ihrer verblüffenden Gleichförmigkeit einen artifiziellen Charakter besitzen? Gute Produkte sind nach wie vor die Stars in der
Küche und haben einfach ihren Preis.



What is Readly?

With Readly you can read A la Carte (issue 2018/3) and thousands of other magazines on your tablet and smartphone. Get access to all with just one subscription. New releases and back issues – all included.

Try Readly For Free!

 

A la Carte

www.alacarte.at/


www.facebook.com /AlaCarte.Magazin


D&R Holding GmbH

www.dundr.at/