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NEW BUSINESS November 28, 2017 00:00





In this issue of NEW BUSINESS : Als mein Bruder vor rund zehn Jahren seinen ersten Job als Rasenmäher im elterlichen Garten verlor, weil er durch einen automatischen Robo-Mäher mit aufgeklebten Augen ersetzt wurde, hat sich die Familie bestens amüsiert. Er hingegen sah sich als erstes Opfer der Digitalisierung, schmollte ein paar Tage und suchte andere Wege, sein Taschengeld aufzubessern. Was blieb, war eine feine Anekdote, ein mittelmäßig gepflegter Rasen (irgendein Problem gab es mit den ersten Mährobotern immer) und der fahle Beigeschmack: Was, wenn es nicht nur bei Rasenmährobotern bleibt, die uns die Jobs wegnehmen? Heute wissen wir: Das ist die Zukunft.
Die Sorge, dass durch die Digitalisierung menschliche Arbeit obsolet werden könnte, und die Unsicherheit, was mit diesen Menschen passieren wird, sind zugegeben nachvollziehbar. Während die Automobilkonzerne die Weichen ihrer Produktion immer mehr in Richtung selbstfahrende Mobilität ausrichten, ist es schlussendlich der Taxi- und Busfahrer, der der Arbeitslosigkeit entgegenblicken wird. Selbst wenn die Digitalisierung neue Jobs schafft: Einfache, monotone Arbeiten wird der Mensch in der Zukunft eben nicht mehr ausführen. Darauf nicht vorbereitet zu sein, wäre fatal. Wir brauchen daher eine soziale Antwort auf die Digitalisierung. Einen innovativen Ansatz beleuchtet meine wunderbare Kollegin Victoria Morgan in „Über die Zukunft der Arbeit“ ab Seite 18, der in der breiten Masse jedoch auf eine ordentliche Portion Skepsis stößt.
Ebenfalls von wenig Enthusiasmus geprägt sein dürfte die Vorstellung, einen Roboter als Chef zu haben. Ob die Berufsbezeichnung „menschliche Führungskraft“ tatsächlich digitalisierungsbedingt vom Aussterben bedroht ist bzw. in der Zukunft sogar ganze Unternehmen von Robotern geleitet werden können, haben wir in der Coverstory ab Seite 12 für Sie recherchiert.

Salzburg: touristisches Highlight, landschaftliches El Dorado und Schwerpunkt unseres Bundesländerspecials. Salzburg hat wirtschaftlich einiges zu bieten: Wie die Geschäftsjahre von Kranhersteller PALFINGER und Drogeriemarkt dm verliefen oder welche Investitionen die Seilbahnunternehmen tätigen, um für mehr Komfort, bessere Anlagen und effizientere Beschneiung sorgen zu können, lesen Sie unter anderem auf 40 Seiten.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
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