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M! GAMES July 27, 2018 00:00





In this issue of M! GAMES : Die überwältigende Mehrheit unserer Leserschaft dürfte mit den Pixel-Spielen der 8- und 16-Bit-Zeit aufgewachsen sein – so wie die M!-Redakteure. Wir erinnern uns gern (und oftmals mit Wehmut) zurück an die riesigen ”Street Fighter”-Kämpfer, die farbenfrohen ”Super Mario”-Welten, den ersten Level in ”Ghosts ’n Goblins”, die Pogopuschel aus ”Secret of Mana”, die durch­gemachten ”Bomberman”-Nächte, den aussichtslos scheinenden Kampf gegen die ”Space Invaders” – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Irgend­etwas Magisches haben diese aus farbigen Blöcken bestehenden Titel mit unserer kollektiven Erinnerung gemacht. Denn auch wenn viele Spiele von damals ohne rosarote Retro-Brille nicht mehr mit der Qualität von aktuellen Triple-A-Highlights mithalten können, die Liebe zu den Pixeln bleibt, sie wächst sogar mit dem Alter. Und das trotz des gigantischen technischen Fortschritts inklusive fast fotorealistischer 3D-Welten auf PS4 & Co. Was blockige Figuren aus den 1980ern und 1990ern an Details vermissen lassen, vervollständigt unser Gehirn mit Freude – Fantasie kennt eben kein Verfallsdatum.
Umso erstaunlicher ist es, dass sich quasi alle modernen Pixel-Spiele (die erleben seit dem HD-Zeitalter eine Renaissance) in der Indie-Nische ­tummeln. Große Spielehersteller haben sich bislang nicht so recht an die Thematik herangetraut und das Feld kleinen, oftmals nur aus einem Mann bestehenden Studios überlassen. Damit ist hoffentlich nach dem Erfolg von ­”Octopath ­Traveler” auf Switch (Test ab Seite 54) Schluss: Von Square Enix in ­Zusammenarbeit mit Acquire entwickelt und von Nintendo vertrieben, überstieg die Nachfrage der Spieler das Angebot deutlich – sowohl bei
amazon.com als auch beim deutschen Ableger war das RPG zum Zeitpunkt unseres Redaktionsschlusses ausverkauft; in Japan entschuldigte sich Square Enix bei den Kunden, die vergeblich eine Modul-Version kaufen wollten, und verwies sie auf die digitale Fassung. Ob dabei die Verantwortlichen schlicht zu wenig Spiele produzieren ließen oder ob der Ansturm tatsächlich außergewöhnlich groß war, können wir aktuell nicht klären. Fakt ist: Auch wenn wir mit den vielen enttäuschten Fans mitfühlen – wir freuen uns über den Switch-Volltreffer! Er könnte nämlich den Weg ebnen in ein zweites goldenes Pixel-Zeitalter, das nicht nur von Indie-Studios gestaltet wird, sondern auch von den Grande Dames der interaktiven Unterhaltung.
Apropos Grande Dame: Wir haben unser digitales Konsolen-Special in den App-Stores um die Wii-U-Retrospektive erweitert (siehe Seite 48 in gedruckter Form) – kostenlos für alle bisherigen Käufer, versteht sich. Alles, was Ihr tun müsst, ist in ”Meine Ausgaben” die alte Version zu löschen und anschließend in ”Alle Ausgaben” auf ”Laden” bei der neuen Ausgabe zu klicken.



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